Follower

Freitag, 27. Dezember 2019

abseits

und da siehst du sie, wie sie rumsitzen und rumstehen. sich unterhalten und lachen. wie sie glücklich sind. wie sie gemeinsam spaß haben. wie sie sich unterhalten. wie sie sich berühren. liebevoll. freundschaftlich. ausgelassen.
da siehst du sie, wie sie so ein tolles leben leben. wie sie eingebunden sind, in das leben anderer. wie alles verschmilzt.
da siehst du, was gemeinsamkeit bedeutet. was freundschaft bedeutet. was es bedeutet, jemanden zu haben. jemanden, bei dem du du selbst sein kannst. bei dem du lachen und weinen kannst. mit dem du zeit verbringen kannst. feiern kannst. menschen, die sich aufeinander freuen. menschen, die freuen, sich zu sehen. die sich umarmen und sich beim gemeinsamen lachen auf die oberschenkel klopfen. freude. leichtigkeit. leben.

da siehst du, was die anderen haben.
da siehst du, wie schön es sein könnte.
da siehst du, was dir entgeht. was du alles nicht hast.

du bist schon so lang so. so einsam. so allein gelassen. warum mag dich eigentlich keiner.... man weiß es nicht. irgendetwas an dir scheint anders zu sein. du scheinst nicht dazu zu passen. nicht dazu zu gehören. irgendwie fälltst du aus dem schema. irgendwas ist anders an dir.

bei dir, da wissen die leute oft nicht was sie sagen sollen.
und du, du weißt es auch nicht.
bei dir, da schaun die leute nach ein paar sätzen hilfesuchend woanders hin. sind gelangweilt. fühlen sich nicht wohl.
irgendetwas ist komisch an dir.
irgendwie will niemand lange in deiner nähe sein.

dabei wirkst du am ersten blick nicht unsympathisch. du lachst freundlich. du beginnst ein gespräch.
aber dann kommt sie, deine unsicherheit.
dein gegebenüber scheint das zu merken, denn plötzlich ist die stimmung irgendwie anders.
irgendwie ist die leichtigkeit verschwunden, irgendwie verkrampfst du dich. niemand sagt mehr etwas. oder jemand bringt einen blöden spruch, auf den du in deiner unsicherheit nichts zu anworten weißt. du würdest so gern witzig sein. du würdest so gern jemand sein, der die anderen zum lachen bringt. du würdest so gern beliebt sein und gern gesehen werden. du würdest so gern eingeladen werden. du würdest so gern dabei sein. du würdest so gern dazugehören.

aber du stehst draußen. du bist nicht dabei.
das war schon sehr sehr lange so.
das hat schon in der kindheit begonnen.
dein ganzes leben schleppst du das schon mit.
dieses "nicht dazu gehören".
dieses einsam sein.
dieses abseits stehen.

es ist kein platz für dich.
niemand interessiert sich für dich.
niemand will wissen, wies dir geht oder was du so machst.
niemand vermisst dich wenn du nicht da bist.
nein, anders.
niemandem fällt auf, dass du nicht da bist.
denn niemand wäre auf die idee gekommen, dich einzuladen.
weißt du, es will dich niemand dabei haben.

du fragst dich schon so lange, warum das eingentlich so ist.
du bemühst dich so sehr, etwas dagegen zu tun.
aber es klappt einfach nicht.

du bist immer noch du.
und du, du hast halt einfach noch nie dazu gehört.


Sonntag, 24. März 2019

Jahre später....

...wird einen oft so manches bewusst. Ist es, weil mein älter geworden ist? Oder redet man sich das von damals vielleicht schön? Vergisst man die Dinge, die einen verletzt oder enttäuscht haben, und all jene Momente am Morgen, an denen es sich nicht richtig angefühlt hat? Nicht der Abend oder die Nacht ist das worauf es ankommt, sondern der Morgen. Wie fühlt es sich an neben demjenigen aufzuwachen? Wie entspannt ist es am Frühstückstisch? Morgens, wenn man nüchtern ist. Nüchtern, nicht wegen des Alkohols. Nüchtern, frisch, neutral. Manchmal schafft es die Stimmung des letzten Tages nicht in den nächsten Morgen. Irgendwie ist man dann wieder weit weg voneinander, obwohl man morgens Arm in Arm aufgewacht ist. Und man beginnt jeden Morgen von neuem eine Beziehung aufzubauen. Die Nähe wiederzufinden. Sich wieder zusammen richtig zu fühlen. Damit sich das Zusammensein wieder richtig anfühlt. Zusammen sein. Jeder für sich und doch eine Einheit, wie Yin und Yang. Wie am Abend. Aber der Morgen bei dir, der war immer so merkwürdig. Irgendwie angespannt, irgendwie nicht richtig.

Und da waren noch ein paar andere Dinge.... die irgendwie nicht gepasst hatten. Deine aggressive Art wenn du getrunken hast. Nie mir gegenüber. Aber diese ständig Panik vor ner Schlägerei, dieses Herumwerfen mit den Getränken, diese ganzen Leute die du kanntest die irgendwie alle genau so waren. Und der ständige Druck den du mir damals gemacht hast, wenn du meine Freizeit einfach verplant hast obwohl ich ein Mensch bin, der auch mal ein paar Stunden für sich braucht. Irgendwie hatte mich das alles erdrückt. Dabei wollte ich es so sehr. Ich wollte so sehr, dass es klappt. Ich wollte mit dir zusammensein, mit dir Zeit verbringen und schöne Dinge erleben.

Schöne Dinge.. ja.. weißt du noch, als du mit mir weggefahren bist, an diesen schönen Ort wo wir neben dem Bach spazieren gegangen sind? Tage später hast du mir erzählt, dass uns dort eine Arbeitskollegin von dir gesehen hat, sie dich aber nicht angesprochen hat weil wir die ganze Zeit rumgeknutscht hatten. Ich erinnere mich noch genau an dieses Gefühl als wir da am Bach entlang spaziert sind....es war als wäre die Zeit stehen geblieben gewesen. Es hat sich alles so leicht angefühlt. Ich glaube, das Gefühl nennt man Glück. Oder Liebe?

Oder erinnerst du dich noch daran, als wir das erste Mal fürs gemeinsame Wochenende bei dir einkaufen gefahren sind? Wir sind dorthin gefahren, wo auch immer so ein Flohmarkt stattfindet. Ich erinnere mich noch genau wie wir da durchgeschlendert sind. Und nachher den Einkauf erledigt haben.. wie du mich immer gefragt hast was ich denn Essen möchte... und ob ich noch was haben möchte.. und als du Klopapier gekauft hast und jede Packung zusammengeknautscht hast um das weicheste zu finden. "Nur das Beste für meinen Poppes", hattest du gemeint. Ich muss heute noch schmunzeln wenn ich daran denke.

Und irgendwann dann hab ich das beendet. Und ich weiß heute gar nicht mehr so richtig, wieso. Ich glaube, ich habe erst jetzt verstanden dass du mich wirklich geliebt hast. Und das ich Angst hatte, mich auf etwas einzulassen. Mich auf dich einzulassen.
Mir tut das alles so leid.
Ich würde jetzt gerne ganz klischeehaft sagen dass ich gerne die Zeit zurück drehen würde. Und das alles ganz anders machen. Aber das klingt so scheiße, wenn das jemand sagt. Aber ich sags trotzdem. Weil ichs wirklich gern tun würde. Ich würde so gerne nochmal weitermachen. Bei dir in der Küche stehen und dir dabei zusehen, wie deine Balsamicoreduktion völlig in die Hose geht und ein Superkleber daraus wird. Ich würd gerne nochmal dahin. Und einfach von dort aus weiter machen. Aus dem du und ich ein Wir machen. Beisammen sein. Gemeinsam alles erleben, Höhen und Tiefen durchmachen, stark und schwach sein, glücklich und traurig sein, die Welt erkunden und auf der Couch den Paten schaun. Alles möchte ich mit dir tun. Hauptsache mit dir. Hauptsache gemeinsam. Ein du und ich wie es nie existiert hat. Weil ich es nicht wahr haben wollte. Weil ich zu blöd war. Was hätte alles wunderbares aus uns werden könnnen....

Ich wünschte, du würdest auch gerne zurückreisen wollen. Treffen wir uns einfach dort? Was hältst du davon?

Freitag, 10. März 2017

I don´t feel safe here anymore...

wenn du nirgendwo mehr zu hause bist...

... und du dich immer allein fühlst.

wie sollst du von den anderen verstanden werden, wenn du doch die anderen auch nicht verstehst.

wie sagt man so schön.... um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, musst du vor allem ein Schaf sein.





Sonntag, 15. Januar 2017

schattengespringe

oft steht man sich einfach selbst im weg. man schafft es nicht über seinen schatten zu springen. man möchte dieses und jenes machen, geniale dinge erleben, spaß haben, aber irgendwie kann man es nicht. man hat angst vor dingen, vor fremden dingen, neuen erlebnissen, unberechenbaren tagen obwohl diese tage endlich ein wenig spannung und abwechslung bringen würden. manche leute können das gut. oder sogar die meisten. ich habe angst vor dingen, die nicht absehbar sind, vor unternehmungen, wo ich nicht genau weiß, was passiert. ich möchte spannende tage, plane in gedanken einen aufregenden tag. morgen soll es spannend werden, morgen möchte ich was erleben. aber dann hab ich angst vor den neuen dingen, habe angst vor neuen leuten, vor unbekannten situationen. ich schaffe es nicht, aus meiner gewohnten umgebung auszubrechen, mal was andres zu machen, mal einfach drauf los zu leben. ich bewundere menschen, die das können. bewundere menschen, die ein aufrengendes leben haben, ständig spannende dinge erleben und neue sachen ausprobieren. so sehr ich es auch möchte, schaffe ich diesen sprung nicht. ich bleib lieber da, wo man mich kennt. da, wo ich alles kenne. da, wo ich mich sicher fühle und alles seinen gewohnten lauf hat.

schade um all das, was man erleben könnte, wenn man es nur könnte.

Samstag, 29. Oktober 2016

Missing...

Ich vermisse die schönen zeiten die wir hatten. Ich vermisse gemeinsam was zu unternehmen, Spaß zu haben. Ich vermisse deine lustige Art, deine Schlagfertigkeit, deine doofen Sprüche und deine blöden aber doch witzigen Bemerkungen. Ich vermisse deine unkomplizierte, lockere Art. Allen anderen gegenüber bist du noch so.  Aber bei mir nicht mehr.
Mir zeigst du nur noch deinen Ärger und deine Unzufriedenheit,  deine Wut und deine Enttäuschung. Ich bin gerne für dich da wenn es dir mal schlecht geht. Aber ich hab nicht die Energie und die Standfestigkeit, mich dauernd von dir runterziehen zu lassen ohne dabei selbst den Halt zu verlieren. Jeder Versuch dich aufzuheitern scheint dich nur noch aggressiver zu machen. Irgendwie kann ich dich nicht mehr hochzuziehen. Oder du willst dich gar nicht von mir hochziehen lassen.
Vielleicht brauchst du einfach jemanden an dem du deine schlechte Laune auslassen kannst. Jemanden auf den du all deinen Ballast und deinen ganzen Scheiß abwerfen kannst.
Aber da mach ich nicht mit. Ich muss selbst zusehen wie ich zurecht komme, mich selbst jeden Tag pushen um nicht einfach resigniert im Bett liegen zu bleiben da eh alles keinen Sinn mehr hat. Mich kostet das selbst viel Kraft mich aufzuraffen, mich positiv zu stimmen. Ich schaff das nicht dauernd jemand um mich zu haben der mich einfach nur runterzieht. Der den ganzen Schmarren den er rumträgt auf mich abwirft, mir regelmäßig die Stimmung ruiniert und sich gleichzeitig aber nicht helfen und nicht aufheitern lässt und bei jeder Kleinigkeit völlig ausrastet.
Tut mir Leid, aber das kann und will ich einfach nicht.

Samstag, 1. Oktober 2016

Wochenende


Grund zur Freude... Oder? 2 tage Ruhe,  2 Tage machen was man will,  tun wozu man Lust hat, 2 Tage ohne Stress.  Ja, so schön könnte es sein. Könnte... Denn in Wahrheit geht die Hetzerei weiter. Nichts von wegen Zeit für sich und endlich mal Ruhe. Zig Dinge sollen erledigt werden, zig Leute wollen besucht werden und die Fenster... Ja die Sonnenstrahlen schaffen es kaum mehr durch den Schmutz und erinnern einen täglich an die lästige Arbeit,  die Dinger endlich mal sauber zu machen. "mach ich am Wochenende"..hab ich gedacht. Denn unter der Woche um 19 Uhr nach der Arbeit putz ich sicher keine Fenster mehr.  Viel zu k.o.

Ja und jetzt ist Wochenende und zig Leute warten darauf,  dass man sich meldet. Dass man was unternimmt,  nur ein paar Stunden. Und die liebe Omi wollt ich ja auch noch besuchen... Wochenende.. Was für ein wahnsinns Wort für 2 läppische scheiß verfickte Tage an denen so viel erledigt werden soll dass von Erholung keine Rede mehr sein kann. Und solltest du die Frechheit besitzen mal nen Sonntag lang das Handy abzudrehen weil du einfach nicht mehr kannst, weil dir einfach alles zu viel wird und du endlich,  ja ENDLICH einfach nur allein sein willst... Ja dann kannst du dich auf was gefasst machen. Lass dir ein paar gute Ausreden einfallen warum du nicht verfügbar warst, warum du einfach nicht erreichbar warst, warum du wieder keine Zeit hattest.  Denn Wochenende...das hat nichts mehr mit Freizeit und Freiheit zu tun. Nein,  die Wochenverpflichtungen gehen nahtlos über in die Wochenendverpflichtungen, und wehe dir du kriegst nicht alles unter, wehe dir du funktionierst nicht in diesem sich immer weiter drehendem Hamsterrad.....

...Ich will aussteigen.  Einfach nur aussteigen.

Samstag, 7. Mai 2016

wenn aus strichpunkten ein punkt wird

ich hab die angewohnheit, dinge nicht abhaken zu können. nicht loszulassen. etwas festzuhalten. auch aussichtslose sachen. dinge, die mir weh tun und mich unglücklich machen. dinge, die längst vorbei sind, die jemand anderer bereits abgeschlossen hat, nur ich, ich bin da leider mal wieder nicht mitgekommen. hab das abhaken vergessen, das loslassen übersehen, das ende nicht mitbekommen. und dann halte ich fest. alles, was es zu halten gibt, selbst wenn es wenig ist. oder für den anderen da lange schon gar nichts mehr ist, das man festhalten könnte. ich finde mit sicherheit etwas. ich schließe nicht ab, nein, niemals würd ich das tun. nen strich drunter setzen. ein ende akzeptieren. einen punkt machen. nein, ich mache keine punkte. ich habe immer hoffnung, das da noch was ist. das da noch was kommen kann. es kann doch nicht so einfach alles vorbei sein. ich kann das so nicht hinnehmen, ich kann das so nicht zulassen, dass ich da so allein zurückbleibe, während der andere nicht nur schon den koffer gepackt, sondern sogar schon ins auto gestiegen und an nen anderen ort gefahren ist. selbst wenn ich das sogar weiß, halte ich trotzdem weiter daran fest. in meinem kopf male ich mir dinge aus, die gar nicht mehr da sind, klammer mich an wortfetzen, in denen ich eine gemeinsame zukunft hineininterpretiere, der andere nichts ahnend, was da in meinem kopf so vorgeht. ich träume von den schönen dingen, die waren, male bilder von 2 glücklichen menschen, die es so nie gegeben hat, hand in hand, von harmonischen sonntagsfrühstückstischen und gemeinsamen lachanfällen, von küssen und berührungen, von tiefsinnigen gesprächen und verliebten blödeleien, ja, fast schon kitschig und wie in einer schlechten liebeskomödie, die selbst so mancher frau schon zu flach und klischeehaft ist.

und dann plötzlich.... wird es mir bewusst. wird mir bewusst, was ich mir da zusammendenke, wird mir klar, dass ich mich lächerlich mache. als wäre ich einen langen tunnel entlanggelaufen, einen schier endlos langen tunnel,und plötzlich fällt mir auf, dass da türen sind. dass ich da rauskann. dass ich einfach rausgehn kann. ja, ich kann das ganze einfach hinter mir lassen. ich lese noch einmal deine letzten nachrichten. denke noch einmal daran, was du gesagt hast. und mir wird bewusst, wie dumm ich war. auf einmal weiß ich, dass es da gar nichts mehr gab, woran ich mich festhalten konnte. dass da nichts mehr ist und nie mehr was sein wird. ich nehm jetzt einfach die nächste tür und gehe. so, wie du es schon vor langer zeit gemacht hast. ich mache einen punkt und keine strichpunkte mehr. nach einem punkt, da kommt nichts mehr.
und als ich mich dabei ertappe, wie ich an einen bleistiftpunkt denke, den ich wieder wegradieren kann...... mach ich, bevor ich es mir nochmal anders überlege, einen dicken schwarzen punkt. mit edding.




Donnerstag, 14. April 2016

austauschbar

wenn bei meiner uhr die batterie leer ist.. dann tausche ich sie aus. wenn mein mixer kaputt ist, dann werfe ich ihn weg. wenn mein labello leer ist, dann kaufe ich einen neuen, der den alten dann ersetzt. und den alten, den schmeiß ich weg.

wenn dich eine person langweilt, dann suchst du dir eine andere. du führst pro und contra listen, als würde es um irgendwelche theoretischen dinge gehen. nicht um herzensdinge. du sagst einer person, dass du sie magst, entscheidest dich aber für die andere, die mehr punkte auf der pro seite bekommen hat. 
du triffst dich mit der einen, sprichst von gefühlen und beziehung, und hältst nebenbei ausschau nach ner anderen. wenn du was besseres findest, dann tauscht du sie einfach aus. so wie ich das auch mache.

mit batterien. oder labellos.


Freitag, 4. März 2016

männer

männer lieben neues. neue bekanntschaften, neue abenteuer. neue berührungen. neue frauen. ungezwungene themen, alles oberflächlich. nichts tiefsinniges und darum alles so einfach, und leicht, und unkompliziert.
männer verschwinden, sobald es kompliziert ist. männer wollen leichtigkeit und unbeschwertheit. ne frau, die da ist, wenn sie von der arbeit nach hause kommen. die mit wandern geht, wenn sie nicht allein gehen wollen. die vorbeikommt, wenn sie einsam sind. männer reden von liebe und gefühlen. und dabei geht es nicht um die frau an sich. um diese spezielle person. sie lieben, dass JEMAND da ist. dass JEMAND sie küsst. dass JEMAND neben ihnen liegt, wenn sie morgens aufstehen. dass ihnen JEMAND ne nette nachricht schreibt wenn grad in der arbeit alles so richtig scheiße ist. ja. jemand. irgendjemand. aber niemals eine bestimmte person.

ich hab von anfang an gewusst, wie du bist. du hast immer gesagt, ich würde mich täuschen. du seist ganz anders als ich von dir denke und eigentlich ein ziemlich netter kerl.
mhm.
haben wir ja jetzt gesehen, wie nett du bist.

schön, dass du mich so schnell und easy ausgetauscht hast. ich hoffe, meine nachfolgerin wird dich dann genauso doof dastehen lassen wie du es mit mir getan hast. ich wünsche dir, dass sie sich auch nen neuen suchst während du noch denkst das mit euch ist was besonders.

du hättest es echt verdient.

du bist nämlich genau das, was ich von anfang an dachte. genau das, was du ausstrahlst. ein aufgepumptes, eingebildetes, oberflächliches arschloch.



Donnerstag, 3. März 2016

der gang mit den getränken.

gestern hab ich dich gesehen. also erst nur dein auto. in der mittagspause. ich bin wie immer zu dem laden gefahren, um mir was zu essen zu holen. wie jeden montag. und park ein. wie jeden montag. und als ich dann gerade aus schaue, sehe ich da dein auto stehn. dein gelbes auto mit dem schwarzen rennstreifen. mir wird sofort ganz heiß und merkwürdig. weißt du, ich vermiss dich einfach so. wir waren so gute freunde. ich hab dir alles erzählen können. und es war so schön, wenn wir zusammen waren. ich hab mich immer bemüht, für dich da zu sein. ich steig aus dem auto aus und geh in den laden. ich hab keine ahnung mehr, was ich kaufen wollte. meine füße sind so schwer und doch geh ich schnellen schrittes, um dich ja schnell finden zu können. ich will dich einfach nur sehen. du fehlst mir so. und dann seh ich dich da den gang mit den getränken langlaufen. deine kurzen, schwarzen, schönen haare. dein so vertrauter gang. du siehst mich nicht, denn du zeigst mir den rücken. du läufst schnellen schrittes und mit dem roten einkaufskorb in der rechten hand den gang entlang und von mir weg. ich steh wie angewurzelt da und schau dir zu. alles ist so vertraut. du bist noch genauso wie damals. nur, dass du mich aus deinem leben gestrichen hast. gleich bist du weg. am ende des ganges biegst du links ab. am liebsten würd ich dir nachrufen. "warte auf mich!".. "bleib stehen!!". oder dir einfach nachlaufen. ich hab so oft versucht, auf dich zu zu gehen. aber du hasst mich. ich weiß nicht, was ich alles falsch gemacht habe, dass das alles so gekommen ist. du brauchst mich nicht mehr. und ich vermiss dich. ich hab dich wirklich sehr gemocht. und ich mag dich immer noch so. ich wünschte, ich könnte herausfinden, was dich so an mir stört. was ich falsch gemacht habe. wie ich dich wieder zurück haben könnte. aber ich weiß, es gibt kein zurück. seit jahren schon nicht. du hast das kapitel abgeschlossen. das buch zugeklappt und auf den dachboden geräumt, wo es verstaubt und nie wieder angerührt wird. und irgendwann dann im müll landet, wenn du in 10 jahren den dachboden ausräumst, weil du umziehst oder heiratest oder den dachboden ausbaust, weil du kinder kriegst. das alles werd ich nicht mehr mitbekommen. denn du hasst mich. und du fehlst mir.

Sonntag, 3. Januar 2016

sei doch nicht immer so negativ...

... du musst positiv denken!
lächle doch ein wenig.. die anderen lächeln zurück!
gib liebe.. und du bekommst liebe!


mhm. wie lang hab ich das jetzt schon geübt.....

jahre?

auf einem negativbild bleibt nunmal alles negativ.

Montag, 19. Oktober 2015

nachmittagsschlaf

du machst die augen zu und versuchst dich zu entspannen. versuchst loszulassen und alles zu vergessen. sich einfach fallen lassen, tief durchatmen,.. und so richtig entspannen... entspannen. hm. es es wirklich das, was du da machst? dich entspannen? oder flüchtest du dich in eine welt, in der dein jetziges ich gar nicht existiert? in eine welt, in der alles anders ist, nur eben nicht so, wie in der wirklichkeit. denn die wirklichkeit, die ist genau so, wie du es eigentlich gar nicht haben willst. das weißt du. schon lange weißt du das. du möchtest es anders haben, ganz anders, dessen bist du dir sicher. aber gleichzeitig bist du zu faul es anders zu machen. zu mut- und lustlos, was neues zu wagen. zu ängstlich, auch mal ein risiko einzugehen. zu verliebt in das gefühl von sicherheit. sicher zu sein, jeden tag zu wissen, was in etwa so passieren wird. nichts kann kommen, worauf du nicht vorbereitet bist. sicher fühlen in einer welt ohne überraschungen. in einer eigentlich viel zu langweiligen, eintönigen welt. doch den absprung, den einen großen schritt in egal welche, ja hautpsache nur in irgendeine andere richtung, ja genau den sprung.. den schaffst du einfach nicht.
und deshalb magst du es so, dich einfach in dein bett zu legen und die augen zu schließen. langsam einzuschlafen und mit einem grinsen im gesicht.. die vorfreude auf einen traum, der ein wenig abwechslung bringt. der dich hinauszieht aus dem alltag, aus dem du es selber nicht zu flüchten schaffst. ein traum, in dem du jemand anderes bist, nur nicht du selbst.
wäre da nicht dieses aufwachen.. das dich zurückkatapultiert in eine realität, die du dir geschaffen hast und in der du dich selbst einschließt. eingeschlossen in deinen eigenen, engstirnigen, sicheren 4 wänden. die tür ist da. die tür, die dich hinführt, wohin du auch möchtest. du selbst hast dich eingeschlossen. der schlüssel steckt. du bist nur zu müde, aufzuschließen.

Samstag, 17. Oktober 2015

vertrauen

ich soll dir vertrauen. sagst du. weißt du, es wäre alles so einfach gewesen. so wies halt normalerweise ist. man trifft sich.. und mag sich vielleicht ein bisschen.. dann lernt man sich kennen.. und mag sich dann vielleicht ein bisschen mehr. und immer mehr. und man vertraut sich dann. nicht so ganz. aber ein bisschen eben. und das wächst dann. ganz von selbst. und irgendwie ists dann schön. und vertraut. und man kann sich dann fallen lassen. zumindest ein bisschen. und später dann vielleicht noch ein bisschen mehr.

mit dir und mir, da war das anders.
wir haben uns getroffen.. und irgendwie gedacht.. ja vielleicht könnte das was werden..zumindest wollten wir uns wiedersehen.....und wieder...
ich hab irgendwie gedacht.. dass wir schon zusammen wären. so zumindest fast. oder auch so richtig, nur dass es halt noch keiner gesagt hat. noch niemand angesprochen. weder du noch ich. angefühlt.... ja angefühlt hat es sich, als wärs schon so. und irgendwie hab ich das grinsen so gar nicht mehr aus meinem gesicht bekommen. und du auch nicht. denke ich. oder hoffe ich.

dass du dich noch wo anders umsiehst, das wusste ich nicht. das hat mir dann jemand gesagt. und ich sahs dann auch. auf dem bildschirm. vor meinen augen. weh getan hat das ganz schön. irgendwo da in mir drin.... ich hab dich dann beobachtet. und gewartet, dass du damit aufhörst. immer wieder hab ich nachgesehen, ob du dich denn noch immer dort rumtreibst. und so schlecht hab ich mich dabei gefühlt. wie eine eifersüchtige frau die ihrem mann hinterherschnüffelt. dabei waren wir ja noch gar nicht zusammen.. zumindest hats keiner gesagt....
und ich hab immer wieder gesehen, dass du noch immer dort bist.. und hab dann all meinen stolz über bord geworfen und dich darauf angesprochen. dir gesagt, dass ich nachgeschaut hab, was du dort so machst.. ich hab mich schrecklich gefühlt.... und du hast nicht viel dazu gesagt.
und nichts ist passiert.
du warst immer noch dort.
und ich hab mich immer mehr zurückgezogen.
ich hab dich wieder darauf angesprochen. ne woche später vielleicht. und dann nochmal.. du hast gesagt, du weißt selbst gar nicht, was du dort machst. es sei halt wie ein spiel für dich.
aha. ein spiel. und was ist mit mir? wer hat mich gefragt, ob ich da mitspielen möchte?

und dann fragst du mich, warum es so komisch ist. warum wir uns schon so lange treffen, du aber das gefühl hast, dass eine gewisse vertrauensbasis fehlt. vertrauensbasis.. das wort schallt nach in meinem kopf.. und ich glaube nicht, was ich da höre.. ich weiß nicht, was ich sagen soll... und frage mich, ob du mir denn jemals so richtig zugehört hast....

ich hab mich ausgeweint und mir von guten freunden sagen lassen, ich solle mich auch wieder wo anders umsehen.. und erst als du das gemerkt hast, bist du von dort verschwunden. hm.

ich hatte so oft was gesagt, und du hast es ignoriert. mir gesagt es sei wie ein spiel.
wie sollte ich dann darauf vertrauen, dass das mit mir kein spiel ist? wie sollte ich überhaupt irgendetwas glauben was du sagst.. wenn ich nackt in deinen armen liege.. dann nach hause fahre.. und du dich nicht mal ne stunde später wieder wo anders umsiehst.. nach anderen frauen..
hast du eine ahnung, wie ich mich nach diesem abend gefühlt habe?
ich glaube nicht, dass du je so richtig darüber nachgedacht hast.

und jetzt, jetzt sind wir an einem punkt wo wir uns fragen, ob das überhaupt noch was werden kann. der punkt, an dem du genervt bist. von mir und meinem misstrauen. von mir und meinen genauen fragen, weil ich immer nachbohre, weil ich dir einfach nicht vertrauen kann....
und vor allem jener punkt an dem ich mich frage,  ob ich dir jemals werde vertrauen können. ob ich es überhaupt schaffe, das zu vergessen und mich fallen zu lassen. ich.. diejenige, die es sowieso nie schafft, einfach loszulassen und sich in einem anderen menschen zu verlieren....

vertrauen ist doch wie die liebe.
und die liebe, die ist doch wie eine pflanze.
wen man bereits den keim erstickt, kann daraus doch nichts mehr werden...... oder?

Mittwoch, 17. Juni 2015

wie geht´s?

immer wenn man jemanden trifft, wird man das gefragt.. "wie gehts denn so"..... "eh gut danke".. "passt schon danke".... standardantworten sind das geworden. meine standardantworten. und sicherlich von vielen anderen auch.
wen interesseriert es denn ehrlich, wie es einem geht? wer möchte es denn wirklich wissen? wir hat denn heute noch zeit, zu zu hören? oder besser.. wer möchte sich die zeit nehmen? heute.. wo doch jeder egoist ist.. jeder yoga macht um die eigene mitte zu finden.. jeder bücher liest, die erklären, wie man das eigene glück findet, wie man sich auf sich selbst konzentriert, wie wichtig es doch ist, sich um sich selbst zu kümmern.
zu egoisten erzogen in einer modernen zeit. in einer zeit, wo niemand mehr fragt, wies dir denn eigentlich geht. wo es niemanden wirklich interessiert. wo jeder, der reden möchte, zum psychologen gehen muss. oder sich in religionen verliert und dann mit gott spricht. und auf anworten wartet. ja.. wartet. vllt mag es diesen gott geben.. oder besser. ich bin mir ziemlich sicher, dass es den gibt. aber auf antworten kann man da lange warten. vllt mach ich auch etwas falsch.. aber in so manch einsamer, trauriger, verlassener stunde habe ich auch schon versucht, mich bei gott auszuheulen. ist ja keiner da. und psycholgen wollen geld. ja ja, nur bares ist wahres in dieser wunderschönen modernen zeit, in der dir vor lauter möglichkeiten einfach nur überforderung auf die stirn tättöwiert und in die seele gebrannt wird. und da redest du mit gott und wartest auf antworten. ich hab keine bekommen.
mich fragt auch niemand ehrlich wies mir geht.
und wenns mal einer tut, und ichs dann sage, bereue ichs. bereue ichs, weil ich ein schwaches "kopf hoch, das wird schon wieder" bekomm. und die schulter getäschelt. und dann ists erledigt. is schon klar, du musst ja noch zum yoga. und dir was zu essen kochen. und deinen freund auch noch sehen.
versteh ich natürlich.
nicht.
ich will hier nicht bleiben.
wer will in so einer welt schon bleiben...
ihr könnt alle bleiben.
aber ich, ich halt das nicht aus. ich ertrag das nicht. ich will das nicht. nein.

Sonntag, 17. Mai 2015

zusehen

ich könnte dir stundenlang zusehen. dabei, wie du so vor dich hin arbeitest. zusehen, was deine geschickten hände so machen. was du so schönes zauberst. ich könnte dir stundenlang dabei zusehen, wie du liebevoll all diese dinge machst, die so viele andere so missmutig erledigen. und diese ruhe.. die du dabei ausstrahlst.. während ich dich so beobachte könnte ich einschlafen... so sehr entspannt es mich.
und wenn ich in dein gesicht sehe.. wie glücklich du aussiehst, bei dem, was du da machst.. wenn ich sehe, wie viel liebe du da reinsteckt.. mit wie viel gefühl du das machst... dann muss ich lächeln.. und überall kribbelt es...weil es so schön ist, dir einfach nur zuzusehen.

Mittwoch, 11. Februar 2015

medaillensammlerei

es geht nicht darum überall gewesen zu sein, alles gesehen zu haben. es geht nicht darum viele freunde zu haben, beliebt zu sein und anerkannt zu werden. es geht nicht darum alles zu wissen und noch mehr zu können und alles zu verstehen. es geht nicht darum erlebnissen hinterherzujagen als wären sie auszeichnungen, und auch nicht darum viel zu erzählen zu haben.
es geht im grunde nur darum eine tasse tee zu trinken und dabei glücklich zu sein. oder kaffee. oder kakao. oder klares, stilles wasser. oder einfach nur in den himmeln zu schaun und zu denken "boa. schon geil."

Samstag, 7. Februar 2015

scha(n)de

schade, dass dus wieder nicht geschafft hast. schade, dass du wiedermal so kurz vorm ziel aufgegeben hast. schade, dass du immer wieder am selben punkt scheiterst. schade, dass du kein durchhaltevermögen hast. und keine geduld. schade, dass dir schon wieder auf halber strecke die luft ausgegangen ist. und du dann alles hingeschmissen hast. nur wegen einem blöden tag. nur wegen einem blöden fehler. zu schade, dass es immer wieder das selbe ist. mit dir. immer wieder. sehr schade.

Samstag, 8. November 2014

distanz

irgendwie schaffen wirs nicht, uns nahe zu sein. nahe zu sein obwohl wir viele kilometer voneinander weg sind. nahe zu sein, obwohl wir grad beide mit arbeiten beschäftigt sind. oder mit anderen dingen.
du sagst dass du mich magst, aber irgendwie fühlt es sich nicht so an. es ist, als wären die worte nicht von dir und als wüsstest du gar nicht, was du da sagst. es klingt, als würdest du mir etwas aus einem buch vorlesen. aus einem schönen buch. aber eben nicht von dir. als würdest du mir etwas von jemand ganz anderem erzählen. etwas, das gar nichts mit dir zu tun hat. und auch nicht mit mir.
du bist so weit weg und ich komm nicht an dich ran. und du auch nicht an mich. nur weißt du das gar nicht, da dus nicht mal richtig versuchst. du bleibst bei dir und deinen sachen. bei dir und deinem leben.
wird zeit, dass ich auch wieder zurückgehe. zu meinen dingen. zu meinem leben. von dir weg. und zurück zu mir. wenn ich mich denn wiederfinde.

Freitag, 31. Oktober 2014

nichts zu sagen.

mein handy klingelt. dein name steht am display. ich freu mich und heb ab.. sag "hallo du", voller vorfreude, jetzt gleich deine stimme zu hören. ein leicht genervtes "hi" ertönt am anderen ende. hm. bist wohl wieder schlecht drauf. unrund, wie du immer sagst. komisch, wie ich mich dann immer fühl. so richtig komisch fühl ich mich. du hast nichts zu erzählen, fragst mich irgendwelche dinge die dich im grunde eh gar nicht interessieren. du hörst nicht mal richtig zu. du sagst ich soll halt was erzählen. völlig genervt sagst du das. du seufzt x-mal. ich hab aufgehört zu zählen wie oft du das tust. wieder sagst du, dass ich dir doch was erzählen soll. mir fällt nichts ein. je mehr ich was sagen muss, je mehr du von mir erwartest, umso weniger krieg ich raus. es fühlt sich so unglaublich komisch an. ich will nur noch auflegen. den druck loswerden. dabei hab ich mich so darauf gefreut, dich zu hören. so darüber gefreut, dass du anrufst. hm. wieso haben wir uns einfach nichts zu sagen.. ich versteh das nicht.


Sonntag, 26. Oktober 2014

2x pro Woche

warum ists nur plötzlich so komisch? grad noch war alles so ungezwungen... so leicht.. so neu und schön. und jetzt.. scheint es lästige pflicht zu sein.. für dich. scheinst du genervt zu sein.. von mir. zuvor wolltest du  mich sehen.... so oft wie möglich.. du hast dir schon beim treffen darüber sorgen gemacht wann wir uns denn das nächste mal sehen... und heute.. heute sagst du als ich sage ....dass ich meiner freundin erzählt habe dass ich einen freund hab den ich sehr mag aber zu selten sehe... ja da sagst du heute zu mir.. dass wir uns eh oft sehen... eh 2x in der woche... hm. lang ists nicht her, da hast du schon am tag nach unserem treffen gesagt dass du mich vermisst.. und mich wiedersehen willst.. lang ists nicht her, da wolltest du, dass ich immer bei dir bin, rund um die uhr.... lang ists nicht her, da war noch alles ganz anderes.