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Mittwoch, 2. Januar 2013
sms
das klare dingens im glas sprudelt vor sich hin. sie starrt auf ihr handy und wartet, dass etwas passiert. fast mitternacht. sie klammert sich an die letzte möglichkeit, die letzte hoffnung, ein strohhalm, wenn überhaupt. wenn nicht jetzt, dann nie. wenn nicht heute, dann nie. wochenlang warten, wochenlang tee trinken. oder waren es gar schon monate? sie weiß es nicht. es kommt ihr vor, als würde sie schon immer warten. warten, auf das glück. warten, auf einen menschen. warten, auf eine antwort. warten. dann ist es soweit, alle jubeln, überall lichter, alle umarmen sich. doch sie jubelt nicht. sie steht da und starrt auf ihr handy und flüstert "bitte. komm schon. bitte. nun komm schon..". und es passiert nichts. auch heute nicht. warum auch. ist davor doch auch nie etwas passiert.
Mittwoch, 26. Dezember 2012
du
ich brauche dich so sehr, so nahe bei mir, dass du dich am besten so weit wie möglich von mir fern hältst.
je mehr ich dich mag, desto merkwürdiger verhalte ich mich. und das,
obwohl ich mich angestrengt bemühe, so normal wie möglich zu sein.
genau deshalb wirst du mich nie mögen.
und ich dich immer mehr.
Montag, 17. Dezember 2012
sehnSucht
sie sehnt sich so sehr nach ein wenig aufmerksamkeit. nach ein wenig interesse von jemandem, interesse an ihr, wie es ihr geht und was sie so macht. sie sehnt sich so sehr nach guten gesprächen, liebevollen blicken, ein paar winzigen berührungen. sobald jemand einen schritt über die türschwelle tritt, ihr einen schritt entgegen geht, hält sie denjenigen fest, möchte ihn nie mehr gehen lassen. nie wieder allein sein. endlich jemanden haben. die sucht nach nähe übermannt sie und vertreibt alle, die beinahe schon hier waren. die beinahe da waren, um all diese löcher zu stopfen. lang kann man versuchen, alte socken immer wieder zu stopfen. doch irgendwann ist kein grund mehr da, auf dem man stopfen kann. irgendwann ist die wolle unter der nadel weg. der boden unter den füßen weg.
und doch ist sie so groß..
die sehnsucht
nach liebe und geborgenheit. wie im bilderbuch. wenn es das gibt.
gibt´s nur im bilderbuch. und im film.
und doch ist sie so groß..
die sehnsucht
nach liebe und geborgenheit. wie im bilderbuch. wenn es das gibt.
gibt´s nur im bilderbuch. und im film.
viel zeit ist vergangen
aber nichts hat sich verändert.
die menschen kamen in dein leben, und gingen wieder. nach und nach.
doch wo bleiben die neuen?
warum kommt da niemand mehr?
die menschen kamen in dein leben, und gingen wieder. nach und nach.
doch wo bleiben die neuen?
warum kommt da niemand mehr?
Freitag, 14. Dezember 2012
standby
alles ist irgendwie so dumpf. irgendwie fühlt sich alles so merkwürdig an.. irgendwie....so leicht. ist es ein gutes leicht? hm.... ich bin mir nicht mehr so sicher, ob alles leicht auch gut ist.... weder lachen noch weinen. alles, was normalerweise ein gutes gefühl macht, spaß macht, traurig macht, alles ist irgendwie gleich. dumpf. komisch.
Samstag, 8. Dezember 2012
alleinsein ist bitter.
eine tasse kaffee um mitternacht soll ihr das gefühl von entspannung geben und das gefühl für die zeit nehmen. sie möchte durchatmen, alles loslassen, so sehr nichts denken, einfach nur sein. sie möchte sich gut fühlen, zufrieden sein. sie füllt ein wenig wasser in die vergilbte kaffeemaschine, streut 2 löffel voll schon lange nicht mehr frisch gemahlenen kaffee in den filter und lässt das unschöne ding arbeiten. langsam tropft und tropft die hoffnung auf zufriedenheit und entspannung in die kaffekanne. ein schuss milch von glücklichen kühen und die erwartung steigt weiter. sie macht es sich bequem auf dem kalten ledersofa, so kalt, weil es niemand vorwärmt, weil niemand da ist. sie hüllt sich in eine decke und starrt auf den auf lautlos geschalteten fernseher. nur nichts lautes, nur keine aufregnung. einfach entspannen. langsam und bedacht nimmt sie den ersten schluck der viel zu heißen hoffnung.....mhhhhh...lecker. oder doch nicht...? war das zeug schon immer so bitter?
Freitag, 7. Dezember 2012
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