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Sonntag, 3. November 2013

unten

immer wenn du denkst jetzt geht es bergauf, jetzt geht es endlich weiter, mit mir, und mit dem leben, ja genau dann kommt es ganz anders. kurz war es schon fast schön, so gar nicht mehr hässlich, ja vielleicht sogar schon ein bisschen schön. nur kurz. damit du weißt, wie gut es sich anfühlen könnte. dass es auch höhen geben könnte. damit du weißt, wie es sich anfühlt, morgens aufszustehen ohne zu denken "schon wieder ein tag den ich irgendwie über mich ergehen lassen muss..".
ja ganz kurz war das echt schon fast ein bisschen toll. also nicht alles war toll. nur es gab plötzlich schon ein paar ganz nette dinge. du hattest wieder ein bisschen energie, wieder ein bisschen leben. ja genau, kurz hast du das leben gespürt, wie es eigentlich sein sollte.
ja und schon kurz danach, viel zu kurz danach, war alles wieder wie zuvor.
nein. so ist es nicht. es ist nicht wie zuvor. es ist noch hässlicher. weil du ja weißt, wie schön es sich anfühlen könnte, zu leben.


Donnerstag, 31. Oktober 2013

es zählt nur was du bist.
was du darstellst.
wie viel du hast.
was du alles kannst.

es zählt nur was du bist.

wer du bist, ist egal.
was du fühlst spielt keine rolle.

du musst nur möglichst perfekt sein. eine recht schöne fassade haben.
was dahinter alles abbröckelt, das möchte niemand wissen.

Samstag, 19. Oktober 2013

zeit

warum vergeht mit der zeit auch so viel anderes?

die zeit vergeht... rinnt dir durch die finger....du möchtest so vieles machen, so vieles schaffen, aber du machst nichts.

die zeit läuft... du versuchst ihr entgegen zu laufen, doch sie läuft dir davon.

so vieles wolltest du. so vieles erleben, so vieles wissen, so vieles versuchen, einfach ausprobieren.
so vieles wolltest du erreichen, schaffen, ändern.

die zeit läuft dir davon.
und mit der zeit auch die freunde.

du stöberst in deinem laptop in deinen alten emails. es ist, als würdest du in den mails einer fremden stöbern. warst das mal du? so unkompliziert? so beliebt?
wohin sind die freunde, die damals noch da waren?
warum sind sie nicht mit dir gegangen?

die zeit läuft, die uhr tickt. schon lang. viel zu lang. und irgendwann warst du dann plötzlich allein.

Freitag, 18. Oktober 2013

unverbindlich

es war nur ein bisschen zeitvertreib.. 2 personen an einem ort, die sich sympathisch finden... 2 menschen die die nacht miteinander verbringen...2 menschen wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.

unverbindlich. ohne weitere pläne oder erwartungen.
sie wusste das. sie war sich dessen bewusst, und es war gut so.

sie hat es genossen. mit dir. deine nähe, deine energie, deine lebenslust. deine art, alles locker zu sehen, so unkompliziert zu denken, so offen und interessiert zu sein.
sie hat sie genossen, deine berührungen, deine worte, deine annäherungen.
 du hast die ganze zeit ihre nähe gesucht. du hast gefragt und erzählt. du hast dich interessiert und wolltest verstehen. du hast auf sie geachtet und sie nicht aus den augen gelassen.
 sie hat das alles gespürt. deine wärme. sie war fasziniert von dir. deiner aufmerksamkeit.
du hast sie angesteckt, mit deiner lebensfreude, deiner unkomplizierten art, deiner offenheit.
du hast ihr gesagt dass sie schön ist. auf ihre art wunderschön. und sie hat es geglaubt. zum ersten mal.

doch es war nur ein bisschen unverbindlicher spaß. das weiß sie. das ist in ordnung so. sie hatte nicht mehr erwartet. und deshalb ist es gut so, wie es ist. eine schöne erinnerung, die sie für immer behalten kann.

doch du meldest dich. du möchtest sie wiedersehen. "bitte bitte, komm vorbei", schreibst du. "egal wann, aber bitte komm".
Sie ist irritiert. sie hatte das doch schon abgeschlossen. sie wollte doch nichts erwarten. um nicht schon wieder enttäuscht zu werden. aber was würde gegen noch ein treffen sprechen..wenn er doch die initiative ergreift...
nach langem überlegen sagt sie zu. du strahlst sie an und nimmst sie fest in den arm, als ihr euch wiederseht. du kochst für sie, machst komplimente, interessierst dich für sie und ihr leben. ihr lacht, fühlt und genießt.
die art, wie du sie ansiehst. wie du sie anlächelst, wie du guckst, bevor du ihr näherkommst, bevor deine lippen ihre lippen berühren.

ihr fällt es schwer, sich von dir zu trennen. sie hat es zu sehr genossen, es war zu schön, um es jetzt nur noch als erinnerung zu behalten. du sagst wieder, dass du sie wiedersehen möchtest. noch bevor sie zu hause ankommt hast du ihr schon eine nachricht geschrieben. wie schön es doch war. und wieder: dass du sie wiedersehen möchtest.

so oft hat sie so viel erwartet und nichts ist passiert. und jetzt? sie wollte es bei einer schönen erinnerung belassen.. doch es kam ganz anders. jetzt ist es zu spät. jetzt war es zu viel. und zu schön. und zu sehr voll mit gefühlen.

du rufst sie an, schon am darauf folgenden tag. und du fragst, ob es ihr gut geht. du sagst, du wolltest nur hören, dass alles in ordnung ist. und du sagst wieder, dass du sie wiedersehen willst. in ner woche...oder so.

sie weiß nicht mehr wohin mit ihren gefühlen. sie hatte nichts erwartet und jetzt kam so viel. und es fühlt sich so gut an. so richtig.

und genau dann, ja genau dann ist es vorbei.
du bist verschwunden. du hast es vergessen oder etwas anderes gefunden. sie weiß es nicht. aber eins weiß sie: du bist weg.


sie hört nichts mehr von dir.
warum?
sie versteht es nicht.
nein.
sie versteht es einfach nicht.
wozu dann das ganze??

wir hätten es doch einfach bei der erinnerung belassen können.


nein, ich verstehe es wirklich nicht!!!!

Sonntag, 13. Oktober 2013

durchzug


ganz schön aufregend bist du. mit deiner art. und dem was du tust. ja, vor allem mit dem was du tust. du machst aus luft und wasser und ein bisschen pustefix tolle dinge. du kannst das gut. nicht nur hier. sondern auch dort und ganz wo anders. vor allem auch gerne ganz weit fort.

ganz schön faszinierend bist du. du mit deiner leichtigkeit. so unkompliziert. so einfach. du brauchst nicht viel, doch du hast so viel mehr. jeder fragt dich, wie du das machst. keiner glaubt, dass das alles so funktioniert. so lange schon. einfach machen, was einem spaß macht. die welt dabei sehen, so viele leute berühren. wo wir doch alle jeden morgen zur arbeit gehen. oder jeden abend. auf jeden fall immer. du aber nicht.

ganz schön unglaublich, wie das alles geht. ganz schön verwirrend, was du mit manchen menschen machst. auch mit mir.

ganz schön irritierend, wenn man daran denkt, mit wie vielen leuten du das wohl machst. ganz schön merkwürdig, dieses gefühl.

du gehst. aber die anderen bleiben immer alleine zurück.

was suchst du? wohin willst du wirklich?

und warum nimmst du mich nicht mit?


ich sitze im zug und ziehe den reißverschluss meiner jacke ganz nach oben. bis ans kinn.
es zieht.
kann bitte mal jemand die türen schließen?

Dienstag, 23. Juli 2013

ein anruf

sie starrt auf ihr handydisplay, auf dem deine nummer steht. "wählen" steht da. nur einmal kurz antippen, dann würde dein handy klingeln. doch was ist, wenn du nicht abhebst? oder was ist, wenn du sie wegdrückst, einfach auf "abweisen" klickst? wäre das dann eine antwort auf all die fragen, zu denen du nie etwas sagst? soll sie wählen, oder soll sie nicht? würde es nicht weniger schmerzen, es nicht zu tun? "er wird nicht abheben.." denkt sie.. also drückt sie auf "wählen" und hält ihr handy ans ohr. eine gefühlte ewigkeit vergeht bis das erst "tuut" ertönt. laut hallt der ton in ihrem ohr. das herz schlägt ihr bis zum hals, die augen hat sie fest zugekniffen. "tuuuut"... und dann hebst du ab. sie reißt die augen auf als sie deine stimme hört. du meldest dich mit dem nachnamen, da du keine ahnung hast, wer anruft. sie hört deine stimme in ihrem ohr, klar und laut, und die ganze sehnsucht bricht endlich aus ihr heraus. sie hat keine ahnung, was sie sagen soll.. "hallo... ich bin´s.." sagt sie leise in ihr fest ans ohr gepresstes handy. ein entnervtes seufzen am anderen ende. ein gähnen. "danke fürs aufwecken", sagst du. eine träne läuft ihr langsam über die wange, eine träne voll sehnsucht, sehnsucht nach dir, deiner stimme, deiner nähe. eine träne voll schmerz, leid, die deine worte anrichten. "ja wenn du doch nie was sagst... da muss ich halt einfach mal anrufen wenn von dir nichts kommt", sagt sie. du gähnst. es raschelt, scheinbar streckst du dich. du sagst nichts. ob er wohl alleine im bett liegt.., fragt sie sich. ob da wohl jemand bei ihm ist... eifersucht flammt in ihr hoch, die tränen laufen über ihr gesicht, ja nicht schluchzen, denkt sie. doch sie lässt sich nichts anmerken. "meldest du dich mal?", fragt sie. ein angenervtes seufzen am anderen ende, wieder ein gähnen, und in ihr nur schmerz. "ja mach ich", sagt er, und sie weiß genau, dass es nicht so sein wird. er sagt noch einmal "danke fürs aufwecken".. und sie sagt nichts... und er legt auf. einfach so. eine minute und 42 sekunden gähnen, seufzen und keine antworten. nur wieder schmerz und enttäuschung, da wo gerade noch ein funke hoffnung war.

und doch war es so schön, kurz seine stimme zu hören.

Freitag, 19. Juli 2013

weißt du,

du hättest halt nur mal etwas dazu sagen müssen. du hättest doch einfach mal sagen können, was du darüber denkst, was in dir vorgeht, was du fühlst. du hättest doch ganz einfach sagen können, wie du zu dem ganzen stehst. du hättest mir doch einfach verraten können, woran ich bin. du hättest mir doch einfach sagen können, was du möchtest. du hättest doch einfach mal etwas dazu sagen können. für dich so einfach, doch für mich wäre es so viel gewesen. aber du sagst nichts dazu. wie immer. gar nichts.

und ich weiß wie immer nicht, woran ich bin.

nein. eigentlich weiß ich es ganz genau. ich weiß sehr wohl, wie egal ich dir sein muss. doch ich werde es so lange nicht glauben, bis du mir endlich in die augen siehst und mir genau das sagst.